ortoBlog

Im ortoBlog findet ihr Stimmungsbilder, Meinungen zu politischen Themen oder kleine Geschichten aus dem ortoloco-Alltag. Nur Mitglieder von ortoloco können die Beiträge kommentieren.

Martinimarkt

Das Interesse an unserem Stand am diesjährigen Martinimarkt in der Stadtgärtnerei war gross. Der Zeitpunkt, um neues ortoloco-Mitglied zu werden, könnte nicht besser sein. Auf das neue Jahr hin, werden wieder Plätze frei!

Sommerfest

Ein lauer Sommerabend, Musik, die zum Tanzen einlud, feines Essen, gesellige Atmosphäre. Das war unser wunderbares Sommerfest. Ein grosses Danke allen Helfer*innen, Organisator*innen, Köch*innen, Musiker*innen und Besucher*innen!

Gira Zapatista auf Besuch

Zum 500. Jahrestag des Beginns der Kolonialisierung Amerikas ist eine Delegation von indigenen Zapatistas aus Chiapas in Mexiko mit dem Schiff nach Europa gereist. Sie besuchen rund 30 Länder mit dem Ziel, sich mit Gruppierungen zu vernetzen, die ähnliche politische Kämpfe ausfechten. „Der Besuch der Zapatist*innen in Europa ist eine Möglichkeit, unsere Gemeinsamkeiten hervorzuheben, ohne unsere Unterschiede zu vergessen.“ (Siehe Bericht WoZ Nr. 35/2021).

Am letzten Freitag besuchte die Gruppe den Fondlihof. Ebenfalls anwesend waren Vertreterinnen des Klimastreiks (climatestrike.ch) und vom Solifonds (www.solifonds.ch). Wir haben unsere Hofkooperative gezeigt und uns angeregt über Landwirtschaft, Klima und Basisdemokratie unterhalten. Der Besuch der Zapatist*innen hat uns berührt und geehrt und uns wieder einmal vor Augen geführt, dass unser Anliegen in einen grossen Kontext eingebettet ist.

Sommerputz bei den Hühnern

Eine Gruppe unerschrockener Gnossis hat mit dem Hofteam einen der Hühnerställe ausgemistet. Es war höchste Zeit!
Durch den vielen Regen war der Stall an einigen Stellen sehr nass. Der Mist und die Einstreu hatten durch die viele Feuchtigkeit am Boden zu wenig Luft, um anständig zu verrotten. Die ganze Sache wurde geruchlich zu einer ziemlichen Herausforderung…
Auch haben sich im feuchtwarmen Milieu die Vogelmilben recht wohl gefühlt. Zum Glück sind sie für Menschen ungefährlich. Im geputzten Stall können wir nun wieder die Nützlinge dagegen einsetzen.
Grosses Kompliment an die Putzequipe – die Hühner haben sich sehr über den frischen Stall gefreut!

Die Hühnerställe auf dem Fondlihof sind schon länger nicht mehr zeitgemäss. Durch die Solawi eröffnet sich nun die Perspektive, die Hühnerhaltung zu verbessern und für Mensch und Tier angenehmer zu gestalten. Sobald wir aus der Anfangsphase der Hof-Solawi raus sind, gehen wir all diese spannenden und wichtigen Projekte gemeinsam mit euch an.

Walgerippe

Wie ein Walgerippe sieht der unterste der drei Folientunnels seit neuestem aus. Die Folie wurde entfernt und eine Gründüngung eingesät. So kann sich der Boden in den nächsten zwei Jahren optimal regenerieren.

Hoch hinaus

Eine Genossenschafterin scheut keine Mühen, um für ortoloco Lindenblüten zu sammeln!

Feuer und Eis

Die ersten zwei Wochen im April standen unter dem Zeichen einer ungewöhnlich langen Folge von Nachtfrösten. An zwei Tagen gab es sogar einige Zentimeter Schnee. Die Blütenanlagen an den Obstbäumen waren wegen des zu warmen Februar und März schon recht weit entwickelt und drohten in den kalten Aprilnächten zu erfrieren. Die Hoffachkräfte hatten deswegen einige schlaflose Nächte und alle Hände voll zu tun, um mit verschiedenen Massnahmen, die Blüten vor dem Frost zu retten. Bei aller Arbeit und allem Risiko hatten die Massnahmen auch ihre poetische Seite (siehe Fotos). Mit einer sogenannten Frostschutzberegnungsanlage können in Frostnächten die Bäume beregnet werden. Das Wasser gefriert an den Blüten und Blättern und setzt dadurch eine erhebliche Menge „Gefrierwärme“ frei, so dass die Temperatur um die Blüten über dem Gefrierpunkt gehalten werden kann. Das klingt paradox, funktionert aber tatsächlich. Diese Methode muss aber mit grosser Vorsicht und Fingerspitzengefühl eingesetzt werden. Wenn z.B. der Wind zu stark bläst oder die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, kann leicht das Gegenteil bewirkt werden. Wenn das Wasser nämlich verdunstet statt gefriert, erfrieren die Blüten erst recht…

Die Kirschenanlage ist ab Beginn der Blüte sowieso mit einem Regendach gedeckt, um die Blüten und Blätter vor Pilzerkrankungen zu schützen. Dieses Foliendach kann in den Nächten mit Strahlungsfrost die Abstrahlung des Bodens etwas abbremsen. Dadurch wird die Temperatur in der Anlage um zwei bis drei Grad höher gehalten, was häufig reicht, damit die Blüten nicht erfrieren. In diesem Jahr mit den schweren Frösten sind wir noch einen Schritt weitergegangen und haben zusätzlich noch Frostschutzkerzen eingesetzt.